Löhne steigen stärker als die Teuerung – vor allem im Bau, in der Gastronomie und ICT Ostschweizer Löhne steigen trotz Konjunkturschwäche
Die jährliche Lohnumfrage der IHK St.Gallen-Appenzell, der IHK Thurgau und der regionalen Arbeitgeberverbände zeigt: Die Ostschweizer Unternehmen planen für 2026 Lohnerhöhungen von durchschnittlich 0,9 Prozent. Trotz Konjunkturschwäche und einem sich leicht abkühlenden Arbeitsmarkt rechnen die meisten Branchen mit realen Lohnzuwächsen.
Überdurchschnittliche Anpassungen werden in Bereichen mit akutem Fachkräftemangel erwartet – etwa bei ICT-Dienstleistern (1,4 %), im Baunebengewerbe (1,3 %) und in der Gastronomie und Hotellerie (1,5 %). Mittelgrosse Unternehmen planen mit 1,6 Prozent die höchsten Erhöhungen.
Der Geschäftsgang bleibt stabil: Gut die Hälfte der Betriebe berichtet von einer guten bis sehr guten Lage. Die Personalsuche gestaltet sich weiterhin anspruchsvoll, hat sich aber leicht entspannt. Als grösste Herausforderungen nennen die Unternehmen regulatorische Anforderungen, Fachkräftemangel und zunehmenden Wettbewerb. Chancen sehen sie vor allem im technologischen Fortschritt, in der Digitalisierung und in der Nutzung künstlicher Intelligenz.
Die vollständigen Resultate der Lohnumfrage sind unter ihk.ch/lohnumfrage-2025 abrufbar.
